Betriebsstabilisierung
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Ostbahnhof, kurz nach 16:00 Uhr: Im Durchgang unter den Gleisen ist die S7 für in 4 Minuten angezeigt. Als ich oben auf dem Bahnsteig bin, höre ich eine Durchsage: “S7 nach Wolfratshausen, Abfahrt 16:04, fällt aus. Grund dafür sind Maßnahmen zur Betriebsstabilisierung.”
Kommentar einer Dame, die auch am Bahnsteig steht: “So ein Schmarrn.” Sie habe schon viele unsinnige Begründungen gehört. Das sei Nummer 11 auf ihrer Liste.
Kurz darauf, diesmal offensichtlich nicht aus der “Konserve”: “Nächste Reisemöglichkeit nach Wolfratshausen um 16:30 Uhr.” Das wären 6 Minuten Verspätung für den nächsten Zug. Da der Wind mein Auge reizt, nehme ich die S3 (sie fährt am selben Gleis) bis zum Hauptbahnhof und warte dort auf dem unterirdischen Bahnsteig auf die S7. Sie kommt etwa passend zu einer Abfahrt um 16:30 am Ostbahnhof.
17:06 Uhr: Wir warten auf freier Strecke darauf, in Höllriegelskreuth einfahren zu können. Das Gleis sei noch durch den vorherigen Zug belegt. Durch die Personen im Gleis auf der Stammstrecke sei der ganze Ablauf durcheinander gekommen (diese Störung hatte ich nicht mitbekommen). Tatsächlich kommt uns bald darauf ein Zug entgegen, Richtung Kreuzstraße. (Nanu, das ist doch die S7 in Gegenrichtung; stand die auf dem falschen Gleis?) Wir fahren um 17:10 in “H-kreuth” ab und sind um 17:37 in Wolfratshausen (im Fahrplan sind 20 Minuten für diesen Abschnitt vorgesehen).
Nach der in einem früheren Beitrag ins Spiel gebrachten “Pünktlichkeitsdefinition” (von der geplanten Abfahrt am Ostbahnhof bis zur tatsächlichen Ankunft in Wolfratshausen) sind das wie gestern fast 45 Minuten “Verspätung”.
Den Betrieb hat dieser Ausfall wohl nicht gerade stabilisiert. Ich vermute sogar, dass er eher dazu beigetragen hat, dass unser Zug sich noch mehr verspätete – immerhin musste er ja überall diejenigen Passagiere aufnehmen, die der vorherige sonst aufgenommen hätte, und damit an jeder Station entsprechend länger warten, bis alle aus- bzw. eingestiegen waren.