Gib mir S5
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Unter der zunächst etwas verwirrenden Überschrift “Gib mir S5: Das neue Linienkonzept auf der S7” wirbt die S-Bahn München gerade für die Aufteilung der derzeitigen S7 (wenn “werben” der richtige Ausdruck ist – immerhin haben die Fahrgäste ja keine Wahl).
Der Untertitel ist dann schon erhellender: “Die S7 wird geteilt und die S5 kommt zurück – für mehr Qualität auf allen Strecken.”
Wie die neue Aufteilung der Strecken aussieht, habe ich schon im April berichtet, deshalb an dieser Stelle nur die Kurzfassung:
- Die S7 verkehrt nur noch zwischen Wolfratshausen und Hauptbahnhof (oberirdisch); die Haltestelle Hackerbrücke kann dadurch nicht mehr angefahren werden. Umsteigemöglichkeit zu den anderen Linien besteht an der Donnersbergerbrücke.
- Der bisherige Ostast der S7 wird zur S5 und verkehrt bis Pasing, zur Hauptverkehrszeit auch weiter. Zwischen Ostbahnhof und ihrem westlichen Ende ersetzt die S5 zugleich die Taktverstärker der S8.
Erklärtes Ziel ist es, die langen eingleisigen Teilstrecken der bisherigen S7 zu trennen und dadurch zu verhindern, dass Verspätungen auf dem einen Ast auf den anderen Ast durchschlagen. Als Nebeneffekt fahren ein paar Züge weniger durch den Tunnel.
Wirksam wird die Änderung mit dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember.
Angesichts der massiven Verspätungen der letzten Tage bleibt mir nur, wie weiland mein Vater zu sagen: “Hoffen wir das Beste, lieber Leser”1.
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Woher bzw. von wem das Zitat ursprünglich stammt, weiß ich leider nicht. ↩︎