In der S5
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Es ist auf der Arbeit mal wieder später geworden als eigentlich gewollt – die besten Ideen fallen einem manchmal ein, wenn die meisten Kollegen schon gegangen sind; also schnell aufschreiben, bevor sie sich über Nacht verstecken können 🤣.
In der Unterführung unter den Gleisen am Ostbahnhof dreht sich zwei Schritte vor mir ein Kollege um und begrüßt mich. Offenbar waren wir fast gleichzeitig aus unseren Büros aufgebrochen und hatten einander hier eingeholt. Ein weiterer Kollege verabschiedet sich ein paar Meter weiter; er muss zum Regionalzug.
Wir “Übriggebliebenen” müssen beide Richtung Innenstadt, haben also noch ein Stück Wegs gemeinsam. Der nächste Zug geht auf Gleis 3, wo ich vor einer Woche noch in die S7 eingestiegen bin.
Wohin ich jetzt fahre, ob ich mich vielleicht mit meiner Frau treffe? Die sei hoffentlich schon zu Hause, antworte ich (ist sie auch), und erkläre ihm, dass ich an der Donnersbergerbrücke in die S7 umsteigen werde. Die fahre seit gestern erst ab Hauptbahnhof.
Diese Änderung hatte er noch nicht mitbekommen, und so unterhalten wir uns noch, bis er irgendwo im Tunnel aussteigt. Für ihn sei diese Änderung eigentlich praktisch, stellte er fest; bisher habe er immer aufpassen müssen, in welche Linie er einsteigt (er wohnt in Laim, eine Station vor Pasing).
Die S-Bahn, in die wir eingestiegen waren, war übrigens ein Zug der neuen Linie S5. Und so überkommt mich zu meiner Überraschung eine gewisse Wehmut, als mir auf den letzten Stationen bewusst wird, dass mich genau dieser Zug vor einer Woche noch nach Hause gebracht hätte…
Natürlich ist mein Timing für die S7 optimal ungünstig – ich habe 15 Minuten Wartezeit an der Donnersbergerbrücke.
Aber von wegen Verbesserung der Pünktlichkeit: Die war zwar an der Donnersbergerbrücke noch gegeben, aber in Wolfratshausen kommen wir rund 10 Minuten zu spät an. Als wir aussteigen, fährt der Gegenzug los.
Andererseits: Wenn ich an drei bestimmte Fahrten der letzten zwei Wochen denke, ist das hier schon vieeel besser 🙄.